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Illustration

Schwer geschuftet und auch gekichert


Sogenannte „Männerberufe" im Praxis-Test: Der Girls' Day lockte gestern Mädchen in die Betriebe

Wer glaubt, dass sich junge Mädchen nur für Lipgloss und Wimperntusche interessieren, der wurde bei Hodapp - und anderen Betrieben der Region - eines Besseren belehrt: Statt eines Schminkspiegels nahmen die 11 bis 13 Jahre alten Schülerinnen Zange und Hammer in die Hand, um sich unterschiedliche Metalle gefügig zu machen.

Und das mit recht großem Erfolg: Eine aus Edelstahl ausgefräste Blume wurde zu einem kunstvollen 3D-Objekt geformt und Lehrling Markus Karcher hatte jede Menge Tipps fürs Gelingen parat: Er erklärte den Ein-Tages-Praktikantinnen den richten Kniff mit der Zange, erläuterte die Bedeutung von Hebelwirkungen bei der Metallbearbeitung und für die Schönheit des Objekts kam dann noch ein Pad zum Einsatz: Kein Wattepad aus der Kosmetikkiste, sondern ein spezielles Schleifmaterial, mit dem sich scharfe Kanten mühelos beseitigen ließen.

Karcher hatte gemeinsam mit Ausbildungsleiter Johnny Ruyssinck und dem Ausbildungskollegen Stanislav Politov das Arbeitsprogramm für den „Girls' Day" entwickelt. Als echte Kerle bereiteten sie die Edelstahl-Blumen vor und hielten auch einen Aluminiumwürfel bereit, den jede Teilnehmerin mit Augen bestücken musste.

Bei dieser Arbeit lernten die Schülerinnen auch gleich die Grundlagen des Berufsbilds als Metallbauerin kennen: Anreißen, Körnen, Bohren. Und das taten die Girls, die zum Teil aus Kehl-Kork angereist waren, mit Disziplin, Ruhe und Sorgfalt. Mit großer Begeisterung und Geduld erklärten Karcher und Politov die Tricks und Handgriffe, die in der so genannten Ausbildungswerkstatt gezeigt wurden.

„Ich finde es gut, dass man hier selbst was machen darf", sagt Leonie Bohnert aus Ottenhöfen. Die Schülerin des Gymnasiums Achern nutzte den „Girls' Day", um mal mit dem Metallbauberuf auf Tuchfühlung zu gehen: „Es gibt ja nicht viele Frauen, die da arbeiten. Wer weiß - vielleicht will ich das ja auch beruflich machen. Aber ich habe noch Zeit, um mir das zu überlegen", fügt die Sechstklässlerin hinzu und arbeitet konzentriert an der Ausformung ihrer Edelstahlblume weiter.

Mit viel Ehrgeiz arbeitete eine dritte Gruppe Mädchen mit Kevin Kern zusammen: Der frisch gebackene Geselle zeigte den Praktikantinnen, wie man biegt und schweißt. Mit von der Partie: Jana Weber aus Achern, die schon im vergangenen Jahr einen Tag lang bei Hodapp Hand anlegte. „Es gefällt mir, was hier so alles gemacht wird. Ich finde das interessant", sagt die Schülerin. Und sie könne es sich durchaus vorstellen, Metallbauerin zu werden.

Damit würde sie Geschäftsführerin Uta Vogel einen großen Wunsch erfüllen: Ebenso wie Ausbildungsleiter Ruyssinck hofft sie seit Jahren darauf, endlich auch mal Mädchen in dieser Branche ausbilden zu können. Mit dem „Girls' Day" möchte man potenzielle Kandidatinnen locken und mit Vorurteilen aufräumen: „Klar, ein bisschen Kraft muss man schon haben, aber die schwere Tragearbeit erledigen bei uns die Kräne", sagt Markus Karcher, der zudem die Kreativität seines Jobs lobt und sich auch über weibliche Verstärkung im Team freuen würde.

Die vier Lehrstellen, die Hodapp jedes Jahr im Metallbaubereich ausschreibt, sind dieses Jahr schon vergeben. Wieder nur an Jungs, denn Mädchen waren wie immer Mangelware. Aber vielleicht klappt es im nächsten Jahr mit der Frauenpower am Schweißtisch.

Hier unser Pressebericht zum Girls-Day.




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