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„Vorher habe ich drei Schachteln am Tag gequalmt“


Die Firma Hodapp versucht mit dem Seminar „Rauchfrei in sechs Wochen" Mitarbeiter beim Aufhören zu unterstützen. - Expertin: „Ohne Hilfe schaffen es nur drei Prozent aufzuhören"

Achern-Großweier. Es ist eine Erfolgsgeschichte: Innerhalb von sechs Wochen hörten mehrere Mitarbeiter der Firma Hodapp mit dem Rauchen auf. Ein Seminar ihrer Betriebskrankenkasse machte es möglich. Die ehemaligen Raucher atmen jetzt buchstäblich auf. „Ich bin seit vier Wochen ohne Zigaretten und habe kein Verlangen danach", berichtete Vertriebsleiter Klaus-Dieter Gottmann beim letzten Treffen im Sitzungszimmer des Stahltürenherstellers in Großweier.

„Ich bin so stolz auf die Teilnehmer und freue mich für jeden, der es geschafft hat", betonte Uta Vogel, Gesellschafterin und Prokuristin des Familienbetriebs mit 180 Mitarbeitern.

Zum Ende des kostenloses Seminars spendierte sie den zwölf Teilnehmern ein Mittagessen im Gasthaus. Auch wenn nicht alle rauchfrei wurden, sei der Erfolg enorm. Im Frühjahr soll ein weiteres Seminar folgen.

„Ich will denen helfen, die tatsächlich aufhören wollen", erklärte die Chefin. Ihr langjähriger Mitarbeiter Karl Huber habe sie bei einer gemeinsamen Motorradtour darauf angesprochen. Er wolle so gerne aufhören, weil er kein freier Mensch mehr sei. Drei Schachteln Zigaretten am Tag waren sein Pensum und auch nachts hatte er oft keine Ruhe ohne Nikotin. Jetzt sei das vorbei und das habe er selbst niemals für möglich gehalten.

„Ich habe immer große Vorräte gebraucht, jetzt brauche ich gar nichts mehr", berichtet sein Kollege. Sein lungenkranker Vater habe ihm vor Augen geführt, dass er es noch in der Hand habe. Ein anderer Mitarbeiter ist ebenfalls stolz. Er rauchte vor dem Kurs eine Schachtel innerhalb von vier Stunden. „Wenn ich gewusst hätte, dass es so leicht ist, hätte ich früher aufgehört." Auch einer Auszubildende gelang den Absprung. „Nee, ich rauch' nicht mehr", sagt sie jetzt, wenn ihr eine Zigarette angeboten wird.

Das Aufhören zahlt sich für die Mitarbeiter aus. Sie müssen keine Raucherpausen mehr stempeln. „Teilweise geht ein ganzer Tag pro Monat fürs Rauchen drauf", weiß Uta Vogel. 50 ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter melden sich regelmäßig zum Rauchen ab und verbrauchen so einen Teil ihres Urlaubs oder der Gleitzeit. Gerade unter den jungen Leuten sei Rauchen sehr verbreitet.

Beim Aufhören geholfen haben die vielen Strategien, die Seminarleiterin Katja Keller-Landvogt von der IKK classic den Rauchern an die Hand gab (siehe „Hintergrund"). „Der Wille ist wichtig, aber die Strategien sind genauso wichtig", weiß sie. Je mehr man davon anwende, desto besser.

Nicht bei allen Teilnehmern führten die sechs Wochen schon zum Durchbruch. „Ich habe wieder angefangen", musste mancher beim letzten Treffen eingestehen. Aber schon eineinhalb Tage „ohne" sind ein erster Erfolg. Ein Hodapp-Mitarbeiter hat seinen Zigarettenkonsum von zwei Schachteln auf sechs Glimmstängel pro Tag runtergefahren. Eine Woche dauerte die rauchfreie Zeit bei seinem Kollegen, danach wurde das Verlangen wieder übermächtig. „Aber ich hatte eine bessere Lebensqualität", sagt der jungen Mann über die Zeit ohne Rauchen.

„Es ist nicht unüblich, dass man ein paar Versuche braucht", erklärte Gesundheitsreferentin Katja Keller-Landvogt. Sie gab jedem einen Rückfall-Krisenplan an die Hand und regte einen weiteren Austausch in der Gruppe an. Äußerungen wie „Ohne das Seminar hätte ich es gar nicht versucht", sagt sie erfreut. Denn die Kursleiterin weiß: „Einfach so schaffen es nur etwa drei Prozent."

Hier der Bericht zum Thema Nichtraucher.




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